Gedanken zu Linux, Mac und Windows

Da ich in letzter Zeit immer häufiger die „Grundsatzdiskussion“ führen musste, was denn nun wirklich besser oder sinnvoller ist, hier nun meine Gedanken dazu:
Also vorweg sei gesagt ja ich habe mich früher auch konsequent gegen Mac gewehrt, einfach weil ich es nicht eingesehen habe solch horrende Preise für ein Lifestyle Produkt zu bezahlen. Doch muss ich mittlerweile zugeben, dass ich immer häufiger mit dem Gedanken spiele auf Mac umzusteigen. Keine Sorge mein Herz wird immer für den Pinguin schlagen und ich werde privat immer ein Linux Nerd bleiben, allerdings sieht es im Business-Bereich etwas anders aus. Im folgenden also meine Meinung, ich betone es hier noch einmal meine Meinung!

Also zu Windows:

Hier tut es mir leid sagen zu müssen Windows ist vollkommen raus, auch wenn sie mit der Bash Integration in Windows 10 einen Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Meine Meinung hierzu: Microsoft hat gemerkt, das immer mehr Entwickler zum Apfel wechseln und sieht seine Felle schwimmen. Also Windows ist für mich als Entwickler raus weil es einfach nicht möglich ist meiner Meinung nach vernünftig unter Windows zu entwickeln, mir fehlt da einfach eine vernünftig echte Shell und es ist auch recht umständlich die ganzen automatisierten Prozesse (npm, composer, etc. etc.) zu installieren bzw. muss man ständig für irgendwas ein zusätzliches Programm installieren.
>> Faszit: Windows ist für mich lediglich zum spielen geeignet und auch da verliert es immer mehr Boden, dank Steam und co. <<

Zu Mac:

Mac bzw. Apple Produkte sind eigentlich der Auslöser dieses Beitrages. Wie schon erwähnt früher sah ich den Preis nicht gerechtfertigt. Heute ist es etwas anderes, denn wenn ich mir gerade den Ultrabook Bereich anschaue, zahlt man für die Anforderungen die man stellt überall ähnliche Preise. Öhm ja MacBooks sind wieder teurer geworden in der aktuellen Auflage (Stand: 24.09.2017 (Oh heute sind Bundestagswahlen)) aber ich empfinde die Preise nicht mehr als übertrieben teuer.

Was hat sich denn nun für mich geändert?

Also vom Preis mal abgesehen, was lässt mich denn immer mehr auf die Mac Schiene äugen? Ganz einfach, es ist ein proprietäres Betriebssystem und hat trotzdem eine Unix Shell unter der Haube, die man auch benutzen kann. Ja ich habe das böse Wort proprietär verwendet, das alle OpenSource Anhänger aufhorchen lässt, warum ich das in diesem Kontext aber positiv verwende ist ganz einfach. Im Business Bereich kommt man leider nicht um proprietäre Lösungen, ein ganz einfaches Beispiel MS Office, und das gibt es nun mal nicht in einer Linux Version.

Ja ich weiß als Entwickler bin ich davon nicht unbedingt alltäglich betroffen aber ich ecke doch immer wieder damit an. Hinzu kommt, das was ich eigentlich immer wieder mit meinen Geräten versuche, funktioniert mit Apple Produkten von Haus aus. Alle Geräte untereinander zu vernetzen. Wie gut es allerdings klappt nicht Apple Produkte mit Apple Produkten kommunizieren zu lassen sei dahin gestellt. Fakt ist ich mag es mir meinen eigenen kleinen „Microkosmos“ zu schaffen.

Zu Linux:

Ich glaube wenn ich weitläufig über Linux schreibe, dann wird das hier sehr schnell ein sehr subjektiver Absatz. Halten wir fest ich bin und bleibe Verfechter von Linux und OpenSource, allerdings ist das Leben hier nicht immer ganz so einfach da man häufig alleine steht. Natürlich hat Linux für mich immer noch die besten Argumente, ich kann es so personalisieren wie ich will. Wenn ich Lust habe kann ich meine eigene Distribution bauen, für meine Zwecke auf mich angepasst.

Aber Linux ist doch so kompliziert und man muss alles selbst kompilieren?

Nein, einfach nein die Zeiten sind schon lange vorbei. Wenn man heute eine der gängigen Linux Distributionen verwendet, muss man kaum noch etwas selbst bauen. Es gibt für alles Pakete und Paketquellen oder gleich ausführbare Dateien die einem das Leben „erleichtern“. Und man kann heute auch alles über GUIs machen, manch mal komme ich mir alt vor wenn ich das über die Konsole mache weil ich noch nie von der GUI gehört habe =P. Ob es nun schnell oder langsamer ist mit GUIs zu arbeiten sei dahin gestellt, aber eben das ist doch wieder das geile an Linux. Es steht mir frei ob ich einfach den ganzen Tag in meiner Bash rumhacke oder ob ich mir eine nette „Klicki Bunti“ GUI nehme um mein System zu administrieren.

Der Stand bei mir ist:

Ich bin definitiv offener dafür geworden mich mit Mac/Apple auseinander zu setzen und würde es im Business Bereich auch gerne tun. Bzw. dann auch zwangsläufig im privaten Bereich. Allerdings muss ich auch ganz klar sagen hier wird immer einen Linux Kiste rumstehen. Und bis ich bei Mac angekommen bin wird es wohl auch noch sehr sehr lange dauern, da ich gerne einen kompletten Umstieg/Einstieg(Notebook, Tablet, Smartphone, Desktop?, Router, Zubehör) haben möchte und da bin ich in Preisbereichen in denen man einen neuen Klein bis Mittelklasse Wagen bekommt.

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